Im vollbesetzten Pfarrsaal von Poppenhausen verabschiedete die RMG ihren langjährigen Verbandsvorsitzenden Reinhold Stahl. Nach 25 Jahren wählte die Versammlung einen Nachfolger und gab sich eine neue Führungsstruktur. Im Kreis der Gratulanten freute sich Stahl über viele lobende Worte (von links): MdL Martina Gießübel, Matthias Klement (für den Kreis Bad Kissingen), das Ehepaar Reinhold und Ella Stahl, Nachfolger Ludwig Nätscher, die RMG Geschäfts- und Werkleiterin Jennifer Triest, der stellvertretende Verbandsvorsitzende Andreas Sandwall (Bad Bocklet) und Schweinfurts Landrat Florian Töpper.Foto: Hans-Peter Hepp
Als Reinhold Stahl 2001 erstmals zum Vorsitzenden des Zweckverbands zur Zweckversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe (RMG) gewählt wurde, war nicht klar, „ob das ohne das Landratsamt Schweinfurt überhaupt geht.“ Denn bis zu diesem Zeitpunkt, das berichtete Siegfried Erhard, war der Wasserversorger beim Kreis angesiedelt, Schweinfurts Landrat Karl Beck gleichzeitig Verbandsvorsitzender. Mit dem Poppenhäuser Reinhold Stahl startete man in eine neue Zeit. Jetzt – 25 Jahre später – endete die Ära Stahl mit einem kleinen Festakt im Pfarrsaal.
Viele Mitstreiter der vergangenen Jahre bedankten sich bei Stahl, der Verbandsvorsitzender und Werkleiter war. Unter den Gratulanten waren viele aktuelle und ehemalige Bürgermeister, Staatssekretär außer Dienst Gerhard Eck, Martina Gießübel aus dem Landtag, Matthias Klement für den Kreis Bad Kissingen und Florian Töpper, der Schweinfurter Landrat, gekommen.
Eine Vita mit vielen Stationen
Andreas Sandwall, Bürgermeister von Bad Bocklet und Stellvertreter von Stahl, hatte die wichtigsten Kennzahlen aus der „Ära Stahl“ zusammengetragen. Er erinnerte an die Vita Stahls, an dessen Wurzeln in der Landwirtschaft und an dessen außergewöhnliches Engagement für die Gemeinschaft. Reinhold Stahl war Pfarrgemeinderat, unterstützte den Kindergarten und wirkte in seiner Heimat Poppenhausen 18 Jahre als erster Bürgermeister. Drüber hinaus besaß er 24 Jahre im Kreistag Sitz und Stimme. Der Ehrenbürger Poppenhausens hatte bereits 1996 Verantwortung in der RMG übernommen und schulterte die Aufgaben des stellvertretenden Vorsitzenden.
In seiner Amtszeit – einem Vierteljahrhundert – hat sich das Gebiet des Wasserversorgers erweitert und hat die RMG viel in die Infrastruktur investiert. Andreas Sandwall führte die größten Projekte auf und kam dabei auf Gesamtinvestitionen von über 90 Millionen Euro. Sandwall wünschte den ausscheidenden Vorsitzenden vor allem Gesundheit, mehr Zeit für die Familie und mehr entspannte Momente ohne die Verantwortung für die gemeinsame Sache, die RMG.
In einer kurzen Replik bedankte sich Reinhold Stahl bei den Festrednern und vor allem bei seiner Frau Ella, die in den vielen Jahren großes Verständnis für das Engagement, das häufig über die bloße Pflicht hinaus reichte, zeigte. Stahl vergaß in seinen Dankesworten auch die treuen Wasserkunden nicht. „Seine RMG“ sieht Stahl gut gerüstet für die Zukunft und beim neuen Führungsteam mit dem Verbandsvorsitzenden Ludwig Nätscher und bei Jennifer Triest, die künftig für die Geschäfts- und die Werksleitung verantwortlich ist, in besten Händen.

